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Faltblatt zum Audioguide:

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Hörpoben:

Die ideale Besucherin (Track 105)

Wo findet Kunst statt (Track 138)

Gespräch zwischen Künstler und Ausstellungsmacher / rückwärts (Track 142)

Gang durch die Gleishalle (Track 176)

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Zu dieser Arbeit erschien folgendes Interview in der „Up-art“

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mark im Interview

[20:49:27] Also noch mal: Wir interviewen uns sozusagen gegenseitig und es antwortet, wer eine Antwort hat?

[20:51:27] Ja, finde ich auch, so wie es kommt. Wie jetzt auch.

[20:52:34] Ich denke, wir produzieren mal in den Raum hinein. Aussortieren können wir immer noch, wir haben ja das Limit von 6000 Zeichen zum Schluss.

[20:56:36] Wer hat einen guten Startschuss?

[21:00:24] Was werden wir sehen?

[21:01:16] Wir werden sehen, was wir hören oder hören, was wir sehen.

[21:01:31] Die Ausstellung zum Kunstfrühling 2011 und die Ankündigung für einen Audioguide von mark.

[21:02:06] Wir reflektieren klang-sprachlich den Rahmen der Ausstellung und den Akt des Rezipierens, erweitern den konkreten Raum um einen gedanklichen.

[21:02:06] Weshalb reflektiert ihr den Rahmen der Ausstellung? Was genau meint ihr damit?

[21:04:46] Neben der Ausstellungsstruktur interessiert uns der Akt des Betrachtens, das ‚in der Ausstellung unterwegs sein‘. Wir wollen mit jedem durch die Ausstellung gehen – oder potentiell dabei sein. Dies wird für jeden unterschiedlich sein, auch wenn die Tonspur dieselbe bleibt.

[21:07:27] Den Rahmen sehen wir nicht, aber davon geht die Arbeit aus. Also wird ausgesprochen, was wir (Betrachter, Macher und Künstler) wissen. Wir bringen etwas, das eigentlich da ist, aber nicht sichtbar, in die Ausstellung und machen es präsent.

[21:08:15] Das erfordert, dass der Besucher sich eine gewisse Zeit eurer Arbeit widmet. Wie schafft ihr es, ihn so lange für euch zu interessieren?

[21:09:58] Die Freiheit sich zu interessieren, muss er oder sie sich selbst schaffen.

[21:11:14] Denn auch darum geht es in unseren Arbeiten. Der Betrachter darf sich die Zeit nehmen.

[21:13:51] Wir locken und verführen… Haha, nein, im Ernst: Was ich mir zum Beispiel an der Kasse abgeholt habe, das gebe ich auch dort wieder ab. In der Zwischenzeit habe ich es dabei und wenn ich es mit mir rumtrage, dann höre ich es auch an, muss dies jedoch nicht exklusiv tun.

[21:28:28] Aber was wir nicht tun, ist ihn in irgendeiner Weise ‚entertainmentalisch‘ zu animieren.

[21:28:47] Ja, es wird Text gegeneinander gesetzt, so wie im Güterbahnhof einzelne Positionen nebeneinander gesetzt werden. Gedanken und Sprache überlagern sich, wie an dem Ort auch. Es passiert und mischt sich – genau wie das Betrachten selbst.

[21:29:24] Genau.

[21:30:30] Ich will wissen: Was gibts auf die Ohren?

[21:33:20] Ans Ohr. An der einen Seite die Kulisse der Umgebung, am andern Ohr unser Hörstück: Einflüsse, die die Kulisse zur eigenen Bühne, zum eigenen Bild-Raum machen können.

[21:34:27] Es wird eine charmante weibliche Stimme zu hören sein.

[21:34:29] Wir öffnen, dehnen den Raum.

[21:19:53] Habt ihr denn auch eine Angst, oder geht ihr ganz beschwerdefrei in die Ausstellung?

[21:21:26] Uns erschien und erscheint diese Mischform als ungreifbar und befragenswert. Zum einen dieser Messecharakter mit den einzelnen Kojen und zum anderen eine klassische Ausstellung mit einer Masse von Künstlern. Beides dann auch noch an einem Ort, der an sich schon viel Aufmerksamkeit fordert.

[21:22:52] Wir haben mit unserer Arbeit auf dem Kunstfrühling 2009 die Kasse besetzt. Für die Ausstellungsmachenden war das nicht einfach: Dass die Kassentätigkeit zur künstlerischen Arbeit wurde, und wir Kunstmachenden Einblick und Zugriff auf das finanzielle Geschehen hatten.

[21:22:54] Wir schaffen uns eine Position, die unsere Haltung zum Spektakel widerspiegelt.

[21:34:45] Was bedeutet es für Euch als Gruppe zu arbeiten? Was ist besonders am mark-Dasein?

[21:36:29] Jede bringt aus ihrer eigenen Praxis Ansätze mit ein, und damit geht es in die Mehrdimensionalität.

[21:38:01] Es ist ein Wechselspiel zwischen dem eigenen Ansatz und dem der Gruppe. Wird man wirklich nur eine weibliche Stimme hören? Wir entwickeln eine gemeinsame Arbeit, wobei in dieser Einheit das Individuelle sichtbar bzw. hörbar wird.

[21:38:17] Kann man anonymisiert, also hinter dem Pseudonym, in der künstlerischen Arbeit mehr riskieren?

[21:40:15] Der Schwung ist fünffach, wenn er entfacht…

[21:40:23] Ich glaube schon. Die Notwendigkeit zu handeln, sich zu positionieren, ist in der Gruppe wichtiger.

[21:41:45] Das kommt sehr stark durch die Kommunikation während der Erarbeitung. Man reflektiert als Gruppe während des Prozesses die Arbeit bereits miteinander. Dass es dann zu mehr Risikobereitschaft kommt, mag mal der Fall sein, ist aber nicht immer zwangsläufig so. Die Arbeit wird stärker im Vorfeld geprüft – von allen Mitwirkenden, die auch Berater und Kritiker sind.

[21:49:37] Ihr besetzt vor zwei Jahren das Kassenhäuschen als Kassiererinnen, dieses Jahr habt ihr vor, den Audioguide dort anzubieten. Habt ihr darüber nachgedacht für diesen Geld zu verlangen?

[21:51:40] Ja. ich würde doch gerne 2 Euro verlangen. Zum einen, weil wir, wie alle teilnehmenden Künstler kein Ausstellungshonorar bekommen, zum anderen entscheidet sich der Besucher dann bewusster.

[21:59:22] Letztlich arbeitet ja jeder für Geld. Das andere nennt man Freizeit.

[21:59:22] Mmh, die Arbeit gibt es eigentlich nur im Zusammenhang mit der Ausstellung, da ist eine Gebühr und dann noch für etwas auditives sinnvoll…

[22:01:54] Na ja, wenn ich mir eine Karussellfahrt kaufe, habe ich später auch nichts mehr davon. Ich bekomme ja etwas für mein Geld.

[22:02:31]Sie würden also diese Arbeit mit einer Karussellfahrt vergleichen wollen?

[22:04:54] Locus terribilis mit Karussell. Runde um Runde um Runde.

[22:06:08] Es ist auch immer ein Genuss dabei.

[22:07:42] Wir sehen den Kunstfrühling in seiner zwei-jährigen Wiederholung auch als eine Form des um sich Kreisens. Deshalb ist die Karussellmetapher wirklich treffend.

[22:15:02] Ihr seid diesmal über das Künstlerhaus Bremen eingeladen. Macht das für euch einen Unterschied?

[22:20:40] Ja, es ändert die Bedingungen. So war es überhaupt erst an zu denken, noch einmal teil zu nehmen.

[22:22:13] Unsere Haltung der Veranstaltung gegenüber war ein Grund für die Einladung.

[22:23:32] Es ist ja heute auch sehr gefragt, eine kritische Position zu haben, bzw. für Ausstellungsmacher reizvoll sich eine solche einzuladen.

[22:24:25] Und das, was wir uns beim letzten Mal erstmal verdienen mussten, haben wir nun als Arbeitsgrundlage.

[22:24:34] Ja, es ist zum einen ein Anlass und eine Einladung, über die wir uns freuen, welche uns unterstützt. Hinsichtlich unserer Haltung sind natürlich auch kleine Klippen kunstvoll zu umschiffen…bis wir anlegen

[22:33:26] Aber sind wir dann für heute durch?

[22:49:19] Ladies, es war mir ein Vergnügen!

Ankündigung auf der Homepage des Kunstfrühling 2011

http://2011.kunstfruehling.de/metropol-kunstvereine/kuenstlerhaus_hb.html

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